Zwischen Bass, Bier und Verantwortung
Einmal habe ich mitten in der Nacht auf einem Festivalgelände gesessen – völlig erledigt, barfuß im Staub, ein halbkaltes Bier in der Hand. Die Bühne im Hintergrund leuchtete wie ein Raumschiff, irgendwo schrie jemand „Zugabe!“. Und ich dachte nur: Wahnsinn, wie viel Chaos und Ordnung hier zusammenfallen. Kabelsalat und Glücksmomente, das ist unser Job.
Mal unter uns: Festivals sind nicht nur Feiern. Sie sind wie kleine Städte, die wir aus dem Nichts hochziehen. Stromleitungen, Sanitäranlagen, Zäune – alles muss stehen, bevor der erste Gast das Gelände betritt. Wer schon mal nachts bei Regen ein zehn Meter Zelt mit zwei Leuten gehalten hat, weiß, dass es dabei auch um Verantwortung geht. Nicht nur Party, sondern auch Sicherheit.
Und genau an dieser Stelle habe ich kürzlich über Rabona Minderjährigenschutz nachgedacht. Klar, ganz anderes Thema, aber das Prinzip ist ähnlich: Schutzräume schaffen. Grenzen setzen. Dafür sorgen, dass niemand überfordert oder in Gefahr gerät. Auf dem Festival heißt das: keine offenen Stromkabel, keine Glasflaschen, Jugendschutz. Beim Gaming heißt das: Minderjährige schützen, klare Regeln.
Ehrlich gesagt, manchmal fühlt es sich an, als wären wir Kindergärtner für Zehntausend. Und das meine ich gar nicht abwertend. Im Gegenteil – es macht Spaß, Räume zu schaffen, in denen Menschen frei sein können, aber nicht verloren gehen. So ein schmaler Grat, so ein Tanz auf der Grenze.
Also ja: wir lieben das Chaos. Wir lieben die Nächte ohne Schlaf, die Musik, die uns durchschüttelt. Aber wir wissen auch, dass Freiheit nur funktioniert, wenn man Verantwortung mitdenkt. Ob beim Festival oder beim Gaming – am Ende geht es darum, dass alle unbeschadet nach Hause kommen. Und wiederkommen.